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Lebensgeschichten
Bei Suchterkrankungen ähneln sich viele Lebensgeschichten und dennoch ist jede Lebensgeschichte bzw. dessen Verlauf individuell und bedarf einer individuellen Behandlung.
Irgendwann hat jeder mal aus den verschiedensten Gründen mit dem ersten Glas angefangen.
Warum jemand süchtig wird und ein anderer, der genauso viel oder sogar mehr trinkt, nicht süchtig wird, kann sehr verschiedenen Gründen zu Grunde liegen. Im Grunde genommen, kann es jeden treffen, egal welcher Abstammung oder welcher gesellschaftlichen Schicht er entspricht.
Da Alkohol gerade in den jungen Lebensjahren wegen seiner Wirkung, dem bewusstseinsverändernden Mittel, eingesetzt und getrunken wird, liegt es oftmals daran, welche Gefühlsveränderungen bei dem Konsumenten eintreten. Merkt der Betroffene, dass Alkohol im die negativen Gefühle, wie zum Beispiel Angst, Scham oder Schüchternheit nimmt, kann es immer dann zum Alkoholkonsum kommen, wenn er in gleichen oder ähnlichen Situationen ist, wo ihm der Alkohol schon mal „geholfen“ hat. Das scheinbare gute Gefühl durch den Alkoholkonsum wird versucht erneut zu erreichen.
Mit der Zeit wird immer mehr Alkohol benötigt, um dieses Gefühl zu erreichen, weil sich der Körper schon an den Alkohol gewöhnt hat.
Ein Merkmal der Alkoholsucht ist, dass der Alkoholkonsum soweit gesteigert wird, um dieses Gefühl der irrationalen Welt wieder zu erlangen, obwohl es durch den Alkohol nicht mehr erreicht werden kann. Die Menge steigert sich dementsprechend und der Alkoholiker rennt dem Zeitpunkt bzw. dem Gefühl hinterher, welches er am Anfang hatte.
In vielen Lebensgeschichten kann man lesen, dass der Alkoholiker das sogenannte kontrollierte Trinken, was oftmals dem Alkoholkonsumverhalten der Anfänge entspricht, wieder erreichen möchte. Da es so was für einen suchtkranken Mensch nicht gibt, pendelt er in einem Kreislauf und wird nach dem ersten Glas immer wieder zu seiner letzten Alkoholmenge zurückkehren.
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